In der Garage meines Vaters in Coventry stand jahrelang eine halb zerlegte Triumph – er hatte sie restaurieren wollen, kam aber nie dazu. Als ich sie übernahm, war sie mehr Puzzle als Auto: Motorblock in einer Kiste, Karosserie unter einer Plane, ein Stapel Skizzen, die nur er lesen konnte. Ich habe über zwanzig Jahre gebraucht, sie in meiner Freizeit wieder zusammenzusetzen – erst in England, dann in zwei Wohnorten dazwischen, zuletzt in einer kleinen Garage hier in München. Wenn der Motor beim ersten Start nach einer Reparatur wieder ansprang, war das jedes Mal, als würde ich meinem Vater kurz wieder zuhören.
Golf spiele ich aus einem ganz ähnlichen Grund gern: Es gibt einem Zeit zum Nachdenken, ohne dass man dafür stillstehen muss. Zwischen zwei Schlägen erledigt sich im Kopf mehr als an manchem Schreibtisch. Und die Natur um den Platz herum – Bäume, Wetter, das Licht am frühen Morgen – interessiert mich inzwischen fast mehr als das Ergebnis der Runde selbst.
Vor der Kamera bringe ich genau diese Ruhe mit, die man sich über Jahrzehnte erarbeitet, nicht anlernt. Kein aufgesetztes distinguiertes Lächeln, sondern ein Gesicht, das schon einiges gesehen und geschraubt hat – und das man dafür nicht jung schminken muss, um interessant zu wirken.