Auf dem Hof meiner Familie in Norwegen liegt ein Stein, der seit vier Generationen einen Namen trägt: Bjørnsvingen, „der Bärenschwung". Junge Männer in unserer Familie mussten ihn traditionell einmal auf Schulterhöhe heben, um als erwachsen zu gelten. Ich habe es mit sechzehn geschafft, beim dritten Versuch, und trainiere seitdem jedes Mal weiter, wenn ich zuhause bin – nicht weil ich es beweisen muss, sondern weil es sich anfühlt wie ein Gespräch mit allen, die vor mir dort standen.
Wikinger-Spiele sind für mich kein Kostümfest, sondern die ehrlichste Form von Sport, die ich kenne: kein Styling, kein Filter, nur Gewicht, Technik und der Moment, in dem man entweder trägt oder fallen lässt. Ich habe einen Körper, der für genau das gebaut ist, und ich bin es leid, dass Kampagnen so tun, als wäre das etwas, das man verstecken oder wegtrainieren müsste.
Vor der Kamera bringe ich keine Pose mit, die irgendetwas kleiner oder schmaler wirken lassen soll. Ich bringe Präsenz mit – die gleiche, mit der ich einen zweihundert Kilo schweren Stein vom Boden hebe. Genau dafür bucht man mich auch: nicht für klassische Mode, sondern für Bilder, die echte Kraft zeigen wollen, ungeschönt und selbstbewusst.