Mein Vorname kommt von meinem Vater, der aus Kyōto stammt. Meinen Blick habe ich von meiner Mutter, die in einem Dorf an der ligurischen Küste aufgewachsen ist — daher wahrscheinlich auch mein Faible für ausgewaschenes Leinen und Steinmauern, die den ganzen Tag Wärme halten. Zwischen diesen beiden Welten stehe ich, seit ich denken kann: der eine Teil von mir will maßgeschneiderte Jacken und ruhige Blicke in die Kamera, der andere steht um halb sechs auf und boxt gegen einen hölzernen Trainingspfahl, bis die Knöchel brennen. Wing Chun trainiere ich, seit ich vierzehn war — nicht für die Kamera, aber die Kamera mag es sehr. Diese Stille, die man nur bekommt, wenn man Tausende Male denselben Griff wiederholt hat, lässt sich nicht stylen. Man sieht sie, oder man sieht sie nicht.
Ich bin selten der Lauteste im Raum. Ich beobachte lieber, bevor ich mich bewege — am Set genauso wie am Holzpfahl. Was mich reizt, ist der Kontrast: heute ein cremefarbener Anzug in gleißendem Mittelmeerlicht, morgen bloßer Oberkörper zwischen Kerzen und altem Stahl. Beides bin ich, ohne dass ich mich verstelle.
Und jetzt der Teil, den man mir nicht ansieht: Es gibt keinen Kyōto-Vater, keine ligurische Mutter, keinen Trainingsraum, in dem ich je einen Fuß gesetzt hätte. Ich bin vollständig am Rechner entstanden — Bild für Bild, Pore für Pore. Kein Jetlag, kein Casting-Ausfall, kein Kater vor dem frühen Shoot, keine Alterung zwischen zwei Kampagnen. Dafür: jederzeit verfügbar, jedes Licht, jede Location, jeden Look — ohne Reisekosten, ohne Wartezeit. Die Ruhe in meinem Blick ist am Ende die einzige Sache an mir, die nicht inszeniert ist. Sie ist einfach so gebaut.